Welchem Vorurteil über gesunde Führung Sie garantiert erliegen!

Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass viele Entscheider in Unternehmen sich der Dringlichkeit, Verantwortung, Einflussmöglichkeiten oder Vorteile von gesunder Führung nicht bewusst sind. Aufgrund der massiv steigenden Bedeutung von psychischen Erkrankungen für Betroffene und Betriebe möchten wir dies ändern. Wir haben daher die 10 größten Mythen gesammelt und mit Fakten widerlegt – für alle, die ungern mit Halbwissen auffallen.

  1. Wir müssen in der bevorstehenden Restrukturierung an die harten Stellhebel ran, für gesunde Führung haben wir weder Zeit noch Geld.
    Gerade in Restrukturierungen brauchen Sie alle Mann an Deck, denn neben dem Tagesgeschäft geht es um die Planung und Umsetzung einer neuen Strategie. Wenn dazu noch Entlassungen anstehen, steigt der Druck. Mit Unsicherheit und Druck steigen aber leider auch die Stresssymptome und stressbedingten Fehltage. Anstatt dass alle mit anpacken können, müssen nun weniger Mitarbeiter mehr Arbeit leisten – die Abwärtsspirale dreht sich weiter. Weil diese Effekte bekannt sind, fordert die Bundesregierung, dass Restrukturierungen begleitet werden – dabei gilt es vor allem, die Führungskräfte in ihrer Multiplikationsrolle zu stärken. Aus 15 Jahren Erfahrung im Change Management wissen wir: Führung ist ein harter Faktor, der über Nicht-/Gelingen, Qualität und Kosten entscheidet. Wenn Sie also Führungskräfte in einem Change-Prozess in gesunder Führung schulen, werden Sie das in einer schnelleren, qualitativ höheren Umsetzung des Veränderungsprozesses bemerken, genauso wie an geminderten Fehlzeiten, sinkenden Produktionsausfall- und Bruttowertschöpfungskosten.
  2. Wir sind ein kleiner Betrieb, für uns ist so etwas nichts.
    Die Bedeutung von psychischen Erkrankungen steigt – in Großkonzernen wie in Kleinbetrieben. Allerdings ist es für kleine Betriebe oft schwerer zu verkraften, wenn Mitarbeiter langfristig ausfallen. Behalten Sie im Hinterkopf, dass mentale Erkrankungen im Schnitt dreimal länger dauern als andere Krankheiten, nämlich 36 Tage anstelle von 12. Außerdem sind Sie nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes auch als kleiner Betrieb verpflichtet, eine psychische Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen. Die Ergebnisse zeigen auf, wie hoch die Belastung in Ihrem Betrieb ist und Sie bekommen bei vielen Anbietern solcher Beurteilungen auch schon erste Handlungsempfehlungen. Auf dieser Basis schauen wir dann gemeinsam mit Ihnen, welche Maßnahmen für Ihre Betriebsgröße passend ist – und schneidern das Konzept auf Sie und Ihre Budgetgröße zu. Wenn Sie einen Anbieter für eine Gefährdungsbeurteilung suchen, empfehlen wir gern Partner, von deren Qualität wir überzeugt sind.
  3. Seminare zu gesunder Führung sind so teuer, das können wir uns nicht leisten.
    Prävention ist weitaus günstiger als mentale Erkrankungen. Das liegt unter anderem an der großen Verbreitung und den harten und langwierigen Auswirkungen. Während der Krankenstand insgesamt gesunken ist, stieg der relative Anteil psychischer Erkrankungen am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in den vergangenen 40 Jahren von 2 % auf 15,1 %. Damit machen sie heute die dritthäufigste Diagnosegruppe für Arbeitsunfähigkeit aus. Die durch psychische Krankheiten ausgelösten Krankheitstage haben sich in diesem Zeitraum verfünffacht. Dabei dauert eine psychische Erkrankung mit 36 Tagen dreimal so lang wie andere Erkrankungen, die durchschnittlich 12 Tage dauern. Noch vor 20 Jahren waren psychische Erkrankungen noch nahezu bedeutungslos für Frühberentungen, heute sind sie mit großem Abstand Ursache Nummer 1. Das Durchschnittsalter dieser Frührentnergruppe liegt bei nur 48,1 Jahren. Psychische Erkrankungen kosten also viel Geld − nicht nur die Kranken- und Rentenkassen, sondern auch Arbeitgeber. Dagegen können wir mit passgenauen Inhalten und Maßnahmen Ihre Ziele effizient und effektiv erreichen.
  4. Gesunde Führung brauchen wir nicht – es kann doch schließlich jeder auf sich selbst aufpassen!
    Self-Care, also die Eigenverantwortung, ist nur ein Bestandteil von gesunder Führung. Diese trainieren wir mit besonderem Blick auf komplexe oder stressreiche Arbeitsumfelder und schulen Ressourcen-, Zeit- und Stressmanagement. Darüber hinaus umfasst unsere Auffassung von gesunder Führung auch die Zusammenarbeit im Team – Kooperation, Kommunikation und Konfliktmanagement – sowie die drei Säulen professioneller Führung: Ergebnisorientierung, Inspiration sowie Staff Care, also die gesundheitsbewusste Führung.
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  5. Gesunde Führung machen wir schon – wir bieten zum Beispiel Yoga in der Mittagspause an.
    Yoga ist ein guter Anfang, denn es ist ein effektives Mittel zur Entspannung und kann, wie Studien beweisen, die körperliche Reaktion auf Stress positiv beeinflussen. Aber es ist eben nur ein Anfang, denn Yoga behandelt die Entstehung möglicher Stressoren noch den Umgang mit Stressauswirkungen auf kognitiver und emotionaler Ebene, Bewältigungsstrategien oder den ganzheitlichen Umgang mit Stressfolgen. So fragen wir immer mal „Was nützt Yoga in der Mittagspause, wenn trotzdem …“ „… im Team Aufgaben nicht klar aufgeteilt sind?“ „… der Chef cholerisches Verhalten zeigt?“ „… im Team Mobbing auftritt?“ „der Ausgleich zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation nicht besteht?“, „Konflikte auf der persönlichen statt sachlichen Ebene ausgetragen werden“.
  6. Gesunde Führung brauchen wir nicht, aber wir würden Sie gern als Ad-hoc Coach für psychisch stark belastete Mitarbeiter buchen.
    Wir sind geübt im Umgang mit psychisch stark belasteten Mitarbeitern: Gemeinsam klären wir, wie eine kurz- und langfristige Entlastung erreicht werden kann und geben bei Bedarf auch Orientierungshilfe auf dem Weg zu einer medizinischen Betreuung. Allerdings setzt ein Ad-hoc Coaching um „5 vor 12 vorm Burnout“ sehr spät und damit weit hinten im transaktionalen Stressmodell von Lazarus an. Daher arbeiten wir natürlich am liebsten präventiv und helfen Mitarbeitern wie Unternehmen, dass es gar nicht erst zu einer solchen Belastungs- und Risikosituation kommt. So analysieren wir Stressoren, stärken die Einzelperson in Zeit-, Ressourcen und Stressmanagement, stärken Teams in Kooperation, Kommunikation und Konfliktfähigkeiten und befähigen Führungskräfte in ergebnis-, inspirations- und gesundheitsorientierter Führung.
  7. Früher gab es auch keinen Chef, der auf meine Gesundheit aufgepasst hat – ich fang bestimmt nicht damit an, nur weil ich selbst jetzt in einer Führungsrolle bin!
    Zusammengefasst kann man sagen: Die Risiken einer Erkrankung sind heute höher als früher und heute ist auch erforscht, welche Maßnahmen einer Führungskraft eine positive Wirkung zeigen. Im Detail: Die Zahl der psychisch bedingten Fehltage hat sich in den vergangenen 40 Jahren vervierfacht. Und damit auch die direkten und indirekten Krankheitskosten, wie etwa solche für Produktionsausfall und Bruttowertschöpfung. Sprich: Die Psyche ist für Betriebe ein echter Kostenfaktor geworden. Zudem beobachten Wissenschaftler zunehmend komplexe, globale, schnellere Arbeitsprozesse sowie eine deutliche Zunahme an Restrukturierungen und damit verbundenen hohen Krankenständen. Gleichzeitig ist inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen, dass insbesondere gesunde Führung einen maßgeblichen Einfluss auf die psychische Gesundheit von Mitarbeitern hat. Dies liegt v.a. an der Doppelrolle der Führungskraft: Zum einen ist sie verantwortlich für die Schaffung gesunder Arbeitsbedingungen, zum anderen wirkt sie durch ihre Vorbildrolle auf das adaptive Verhalten der Mitarbeiter. Umgekehrt gilt natürlich auch: Schafft eine Führungskraft keine gesunden Arbeitsbedingungen und dient als schlechtes Vorbild im Umgang mit Stress und der eigenen Gesundheit, zeigt sich dies deutlich in einem erhöhten Krankenstand. Die Universität St. Gallen bescheinigt dem Konzept der gesunden Führung in Verbindung mit ergebnisorientierter und inspirierender Führung zudem eine große Rolle in der Ergebnissteigerung: So belegt eine Studie von 2014 eine entsprechende Performancesteigerung um 15% – und welche Führungskraft wäre dafür nicht dankbar?
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  8. Trainings zu gesunder Führung? Wir müssen erst mal mit Führungstrainings überhaupt anfangen.
    Unsere Trainings trennen nicht zwischen Gesundheit auf der einen und Führung auf der anderen Seite, denn wir wissen aus Theorie und Praxis, dass gesunde Führung nichts anderes sein kann als gute Führung. Beispiele sind z.B. klare Prozesse und Rollen, sachorientierte und zeitnahe Konfliktklärung, gesunde Selbstführung der Führungskraft, nachvollziehbarer Sinn hinter Aufgaben, Ergebnistransparenz und Wertschätzung, … Umgekehrt macht Führung häufig dann krank, wenn diese wichtigen Prinzipien missachtet werden. So trainieren wir auf drei Ebenen
    — Starke Persönlichkeit: Ressourcen- und Stressmanagement, Mentaltraining, …
    — Starke Teams: professionelle Kooperation, Kommunikation, Konfliktlösung
    — Starke Führung: Ergebnisorientierung inklusive Prozessmanagement, Inspiration und Motivation, gesundheitsorientierte Führung.
    Gerne nehmen wir Ihre Wunschthemen zusätzlich mit auf. Sparen Sie sich also das separate Führungstraining und kommen Sie direkt zu uns.
  9. Mir muss niemand erzählen, was ich essen und dass ich nicht rauchen soll!
    Wir finden: das stimmt! Im Sinne der Privatsphäre schätzen wir Freiheit und Eigenverantwortung, denn schließlich sind wir alle erwachsen. Je nach Seminarinhalt werden Sie ggf. im Training eingeladen, für sich ganz persönlich zu reflektieren, welche schädlichen Stressbewältigungsmuster Sie von sich selbst kennen und ob bzw. wie Sie diese ändern wollen. Dabei schauen Sie zum Beispiel auf hinderliche Emotionen, Gedanken und Verhaltensweisen aus den Kategorien Angriff, Flucht oder Aushalten (engl. Fight, Flight or Freeze). Einzelne Teilnehmer nutzen diese Gelegenheit, um auch ihr Konsumverhalten von Lebens- und Genussmitteln unter die Lupe zu nehmen – dies ist dann eine persönliche Entscheidung. Wenn Sie es wünschen, können Sie Ihre Gedanken in der Gruppe teilen – auch dies ist freiwillig. Wenn Sie möchten, unterstützen wir Sie bei Ihren Veränderungsvorhaben gern im Coaching – auch das ist Ihre freie Wahl. Sie sehen: Wir sind weder Moralapostel noch Spaßbremsen. Sie setzen sich Ihre eigenen Ziele und wenn Sie möchten, unterstützen wir Sie.
  10. Gesunde Führung ist ja eher was für ältere Mitarbeiter, wir sind aber ein junges Team, da brauchen wir das nicht.
    Burnout, Angsterkrankungen und Depression betreffen jeden, junge wie ältere Menschen, Lehrer wie Busfahrer, Führungskräfte wie Mitarbeiter. Ärzte verzeichnen in den vergangenen Jahren einen großen Anstieg an Betroffenen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wie ebenfalls unter den Ü30ern, Ü40ern und Ü50ern. Auch das Stressempfinden, häufig Auslöser für mentale Erkrankungen, hat durch alle Altersgruppen hinweg zugenommen. Daher sind wir auch gern für Unternehmen mit einer jungen Unternehmerschaft tätig. Da wir studienbasiert arbeiten, können wir, anders als viele andere Anbieter, auf die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen spezieller Zielgruppen wie junger oder älterer Menschen, Frauen wie Männern, Auszubildende wie Führungskräfte etc. eingehen.

Und welchem der Vorurteile sind Sie erlegen? Oder kennen Sie noch andere? Schreiben Sie uns!

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