Frauen und mentale Gesundheit – Frauen viel stärker von Stress und psychischen Erkrankungen betroffen als Männer

Presseinfo

Servicethema zum Weltfrauentag: Frauen und mentale Gesundheit

• Frauen viel stärker von Stress und psychischen Erkrankungen betroffen als Männer

Mönchengladbach, den 7. März 2019 – Der Anteil psychischer Erkrankungen am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen ist alleine in den letzten 40 Jahren von 2 % auf 15,1% gestiegen, die durch psychische Krankheiten ausgelösten Krankheitstage haben sich in diesem Zeitraum verfünffacht (Quelle: Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt 2014). Und Frauen sind dabei wesentlich stärker betroffen als Männer. Zum Weltfrauentag hat FullFocus, Beratungsunternehmen mit Fokus auf gesunde Führung und Leistungskultur, ein paar Zahlen und Fakten für Sie zusammengestellt.

• Der jüngste TK-Depressionsatlas zeigt auf, dass 2013 Frauen rund doppelt so viele Fehltage aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen aufwiesen als Männer (315 vs. 187 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versicherte). Bei Depressionen sah es ähnlich aus: 133 Fehltage bei den Frauen gegenüber 79 bei den Männern. Die Betroffenenraten zeigt ein vergleichbares Bild: Männer wurden zu 1,16 % mit Depressionen arbeitsunfähig gemeldet – bei den Frauen lag der Anteil bei 2,1 %. Die Verschreibungsrate von Antidepressiva bestätigt das: 7,8 % der Frauen erhielten antidepressive Medikation – bei den Männern waren es 4,4 %. Frauen bekamen mit 5,2 % auch deutlich häufiger eine Burn-out-Diagnose vom Arzt oder Psychotherapeuten als Männer mit 3,3 %, so das Robert Koch Institut und Destatis in ihrer Studie „Gesundheit in Deutschland: Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ von 2015.

• Schlafstörungen, Burn-out und Depression werden häufig durch chronischen Stress ausgelöst. Und den empfinden Frauen häufiger als Männer: 13,9 % der Frauen, aber nur 8,2 % der Männer zwischen 18 und 64 Jahren erleben starke Belastungen durch chronischen Stress, so die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1 2015). Je mehr Belastung durch chronischen Stress vorhanden ist, desto stärker sind die parallelen Beeinträchtigungen.

• Die Unterschiede im Stresserleben beginnen früh: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung fand in seinem Präventionsradar 2016/17 heraus, dass 49 % der Schülerinnen oft oder sehr oft Stress erleben. Bei den Schülern waren es dagegen nur 37 Prozent.

• Die Stressstudie 2016 der Techniker Krankenkasse fand heraus, dass die Gründe für Stress unterschiedlich sind. So leiden Frauen häufiger unter ihren eigenen Ansprüchen (48 % vs. 37% bei den Männern), Konflikte mit Nahestehenden (30%, Männer 17%), Arbeitsbelastung im Haushalt (28%, Männer 18%) und Kinder-/Enkelerziehung (24%, Männer 14%). Männer dagegen fühlen sich stärker gestresst durch Schule/Studium/Beruf (Frauen 39%, Männer 54%) und ständige Erreichbarkeit (Frauen 23%, Männer 34%).

• Was den Stressausgleich angeht, gibt es ebenfalls Unterschiede. Frauen gehen eher mal spazieren oder Gartenarbeit nach (65 % gegenüber 56 % bei den Männern), lesen viel häufiger (64 % gegenüber 40 % bei den Männern). 38 % der Männer, aber nur gut ein Viertel der Frauen schauen bei Stress ins Glas. Und: Männer zocken, Frauen shoppen. So gehen 35 der Frauen einkaufen gegen Stress, bei den Männern sind es 21 %. Dagegen zocken 33 % der Männer und 23 % der Frauen, um Stress auszugleichen. (Quelle: TK-Stressstudie 2016).

Ulrike Michels hat sich mit Ihrem Beratungsunternehmen FullFocus darauf spezialisiert, Mitarbeiter und Führungskräfte von Unternehmen in gesunder Selbst-/Führung zu schulen. „Wir reagieren auf die besorgniserregenden Entwicklungen rund um psychische Erkrankungen und unterstützen Unternehmen dabei, die mentale Gesundheit von Mitarbeitern zu verbessern. Betriebe können maßgeblich zu einer Senkung der Betroffenenrate von psychischen Erkrankungen beitragen – ebenso wie der damit verbundenen Fehltage und Kosten. Dafür bieten wir ein eigens entwickeltes Schulungsprogramm und begleitendes Coaching – auf Wunsch auch speziell zugeschnitten auf Frauen.“

Über FullFocus

Unter FullFocus begleitet Ulrike Michels (ehem. Mellenthin) Einzelpersonen und Organisationen als freiberufliche Trainerin, systemischer Coach, Change Managerin und Beraterin bei der Umsetzung einer gesunden Leistungskultur in Unternehmen und Organisationen. Gemeinsam mit einem praxiserfahrenen Netzwerk aus Führungs-und Kommunikationsexperten, Mentaltrainern und Sport-/Psychologen schult sie Fach- und Führungskräfte aus dem deutschsprachigen Raum in ergebnisorientierter, inspirierender sowie gesunder Führung und Kommunikation. Im Fokus steht dabei das durch die diplomierte Wirtschafts- und Sprachwissenschaftlerin entwickelte FullFocus Führungsprogramm (FFP), ein System zur Führungskräftequalifizierung, das auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse transaktionale (ergebnisorientierte), transformationale (inspirierende) und gesundheitsorientierte Führung vereint – und so den einzelnen Mitarbeiter, Teams und Führungskräfte stärkt.

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Material im Download
https://we.tl/t-nS6OWmjyyJ (gültig bis zum 13. März 2019)
• Portraitbilder Ulrike Michels in Hoch- und Querformat
• Chart zum Anstieg der psychisch bedingten Fehltage der Techniker Krankenkasse
• Full Focus Fact Sheet

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